Nachtrag zum Straßenfest

Liebe Straßenfest-Gäste,

viele von Euch haben am Stand der KVB einen der tollen Ballons gekauft – und damit Gutes getan!

Wir freuen uns, dass die KVB dem Förderverein der Offenen Tür Raderberg einen Scheck über 400 EUR überreichen konnte! Das Geld wird aller Wahrscheinlichkeit dafür genutzt, den an einer geplanten Segelfreizeit teilnehmenden Kindern Regenkleidung zur Verfügung zu stellen. Vielen Familien, deren Kinder das Jugendzentrum Rheinstein besuchen, ist das ohne Unterstützung nicht möglich. Und wir sind zugegebenermaßen auch etwas stolz, dass unser Straßenfest ein wenig dazu beitragen konnte.

Hier gibt´s mehr Infos zum Rheinstein.

Wir stellen vor: unser 100stes Mitglied!

Liebe Nachbarn,

oft sind wir selbst noch überrascht, auf wie viel Interesse unsere Arbeit stößt. Und dass wir beim Straßenfest viele neue Mitglieder gewinnen konnten, freut uns sehr!

Das möchten wir zum Anlass nehmen, Euch – stellvertretend für viele andere – unser einhundertstes Mitglied vorzustellen:

Gerlis ist Autorin und lebt seit acht Jahren in der Raderberger Straße. Mit Blick auf den Klostergarten. Dieser Anblick, mit dem sie dort Bücher und Kolumnen schreibt, hat direkt bei der Besichtigung die Wohnung zu ihrer Wohnung gemacht. Trotzdem hat es sich noch nie ergeben,  den Garten von der anderen Seite der Mauer kennenzulernen. Umso schöner, dass das jetzt beim Grillen mit den Schwestern möglich wird.

Gerlis ist Gemeinschaft wichtig. Eine Frage, mit der sie sich schon länger beschäftigt,  ist die, ob sie vielleicht irgendwann irgendwo hinzieht, wo eine passende Gemeinschaft besteht, oder ob sie in Köln bleibt, wo sie vieles schätzt, engere Gemeinschaft aber manchmal vermisst. Aber vielleicht ist die Entscheidung gar nicht nötig? Vielleicht kann das, was hier langsam wächst, beides verbinden? Das wäre großartig!

In jedem Fall freuen wir uns, dass wir sicherlich noch einiges von Gerlis lesen und hören werden. Herzlich willkommen, liebe Gerlis, im “Veedel für alle”!

Wohnungen für Geflüchtete

In einem Neubau an der Raderberger Straße wird die Stadt Wohnungen für Geflüchtete anmieten. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Wohnungen bezogen werden. In 2019 sollen weitere Wohnungen für Geflüchtete und dringend wohnungssuchende Kölner Bürger, die derzeit in städtischen Einrichtungen untergebracht sind, fertiggestellt werden.

Die Wohnungen für Geflüchtete werden an Familien vergeben, die schon im Stadtbezirk leben. Berücksichtigt werden sollen dabei auch Bleibeperspektive, besondere Bedarfe und bereits erfolgte Integration

Eine Informationsveranstaltung durch die Stadt ist nicht geplant.

 

Besuch im Kloster

 

Das Kloster der Benediktinerinnen (Foto: privat).

Einige von uns waren zu einem großartigen Gespräch im Kloster der Benediktinerinnen eingeladen und durften der Gemeinschaft unseren Verein vorstellen.

Am meisten beeindruckt hat uns die unglaubliche Offenheit und Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Es war ein unvergesslicher Besuch und wir sind sehr dankbar dafür!

Zukünftig wird es einige tolle Möglichkeiten zum Kontakt mit den Schwestern geben, auf die wir uns schon sehr freuen – mehr dazu ganz bald…

 

Menschen in Raderberg: Thomas Frings – Aus, Amen, Ende?

Wir wollen in Zukunft in loser Reihenfolge interessante Menschen aus dem Veedel vorstellen. Den Anfang macht Thomas Frings.

Thomas Frings, Autor von "Aus Amen„Aus, Amen, Ende? So kann ich nicht mehr Pfarrer sein“, Bild: Thomas Frings
Thomas Frings, Autor von “Aus Amen„Aus, Amen, Ende? So kann ich nicht mehr Pfarrer sein“, Bild: Thomas Frings

Thomas Frings studierte Theologie sowie Kunstgeschichte und wurde 1987 zum Priester geweiht. Von 2009 an war er Pfarrer der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster. Frings trat im Februar 2016 als Pfarrer zurück, weil er den Bedeutungsverlust von Kirche und Glauben nicht mehr mittragen konnte und den Service-Erwartungen an seine Person nicht entsprechen wollte. Danach nutzte er eine Auszeit in einem niederländischen Kloster, um sein Buch „Aus, Amen, Ende? So kann ich nicht mehr Pfarrer sein“ zu schreiben. Seit Oktober 2017 lebt er bei den Benediktinerinnen in Köln-Raderberg direkt in unserer Nachbarschaft. Thomas ist ein Großneffe des Kölner Kardinal Frings. Passend zu seinem Einzug in Raderberg titelte der Kölner Stadt-Anzeiger „Köln hat wieder einen Frings“. Wir haben Thomas Frings ein paar Fragen gestellt.

1. Was hat dich nach Köln gezogen?

Scherzhafterweise habe ich schon früher gesagt, dass ich im Ruhestand nach Köln ziehen werde. Bei Priestern ist der spätestens mit 75 Jahren erreicht. Nun haben einige Turbulenzen dazu geführt, dass ich früher in Köln gelandet bin als vorgesehen. Allerdings bin ich noch lange nicht im Ruhestand. Da sich an meiner Person und den Positionen, die ich vertrete, eine heftige innerkirchliche Diskussion entzündet hat, bin ich zur Zeit ´schwer vermittelbar´. Diesen Umstand haben sich die Benediktinerinnen in Köln-Raderberg zu Nutze gemacht und mich für sich und eine gemeinsame Suchbewegung (Wie können wir Kirche für die Menschen sein?) an Land gezogen. Weiterlesen