World Cleanup Day 2019 – Nachlese

—von Gerlis Zillgens—

Am 21. September fand der weltumspannende Cleanupday auch bei uns im Veedel statt. In einem Drei-Generationen-Projekt machte sich eine Gruppe Raderbergundthaler mit Bollerwagen, Besen, Schaufel, Schutzhandschuhen und Mülltüten auf und gab alles, unser kleines tolles Viertel noch ein klitzekleines bisschen lebenswerter zu machen. Für Kaffee und Kaltgetränke hatte der Vorstand gesorgt, die Göttin hatte die Sonne angestellt und sah wohlgemut auf uns hinab. Wir waren nicht viele, aber das spielt keine Rolle. 2008 waren es nur die Menschen in Estland, die beschlossen, ihr Land an einem einzigen Tag vom wachsenden Müll zu befreien, heute ist es eine weltumspannende Bewegung, in der sich Bürger in über 150 Ländern für eine sauberere Welt engagieren. Vor etwas mehr als einem Jahr saß ein junges Mädchen allein vor einem schwedischen Parlament, vergangenen Freitag gingen in nahezu allen Ländern der Welt Millionen auf die Straße, um für unser aller Zukunft zu sorgen. Auf dass wir irgendwann nicht nur ein Veedel, sondern auch eine Welt für alle haben. Bis zur nächsten Aktion grüßen die Raderbergundthaler Cleanupper!

Willkommensfest für Flüchtlinge in Raderberg

 

Der neunjährige Tarek ist begeistert: „Ich spiele schon bei der Fortuna. Und jetzt gehe ich ins richtige Stadion.“ Er freut sich über das Willkommensgeschenk von Fortuna Köln: Freikarten für ein Heimspiel im Südstadion. Etwas schüchterner ist Samira, sieben Jahr alt. Sie ist mehr an den Süßigkeiten interessiert, die sie mit ihrer Freundin Anastasia aus der Nachbarschaft in Raderberg teilt.

Tarek, Samira und Anastasia sind drei der über achtzig Gäste, die am 7. September die Einladung zu einem Willkommensfest angenommen haben. Eingeladen haben der Bürgerverein RADERBERG und -THAL und der Soziale Dienst des Wohnungsamtes, zuständig für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten. In Raderberg sind im Juli 30 Flüchtlingsfamilien mitten ins Veedel gezogen. Bei den geflüchteten Personen handelt es sich um Familien, die bislang überwiegend in der Eygelshovener Straße in Rodenkirchen lebten. Hinzu kommen in der direkten Nachbarschaft weitere 33 Wohnungen, in die dringend wohnungssuchende Kölner Bürgerinnen und Bürger, die vorher in städtischen Einrichtungen untergebracht waren, eingezogen sind.

„Bei der Belegungsplanung wurden das soziale Umfeld und das bereits vorhandene Angebot von Kindergarten- und Schulplätze berücksichtigt.“ so Annabelle Zieger, verantwortliche Sozialarbeiterin für das Wohnheim in der Raderberger Straße. „Diese Kriterien bieten eine besonders gute Ausgangslage für die Integration in der unmittelbaren Nachbarschaft.“, erklärt Zieger. Der Bürgerverein freut sich über die neuen Nachbarn. „Wir sind das „Veedel für alle“, so Uli Kievernagel, Vorsitzender von RADERBERG und -THAL. „Egal, ob aus Syrien oder Sürth – bei uns sind alle willkommen.“. Kievernagel freut sich, gemeinsam mit den neuen und alten Nachbarn zu feiern und beim Start einer lebendigen Nachbarschaft dabei zu sein.

Brot und Salz zum Einzug

Als Willkommensgruß empfängt der Bürgerverein alle, die neu ins Veedel ziehen mit dem Veedelspaket. Es enthält ganz traditionell Salz und Brot, aber auch Informationen zu wichtigen Adressen, Busfahrpläne, Veranstaltungshinweise und den Angeboten der Vereine im Veedel. Einer dieser Vereine ist Fortuna Köln. Als Willkommensgruß für die neuen Nachbarn hat die Fortuna Freikarten spendiert und lädt die neuen Nachbarn zum Spiel gegen Verl ein.

Auch Tareks Vater Sane freut sich – über die Nachbarschaft, das Fest und die Fortuna-Tickets. Und um ihn herum gibt es viele fröhliche Gesichter, die Kinder spielen gemeinsam und teilen die Süßigkeiten auf, alte und neue Nachbarn unterhalten sich – mangels Sprachkenntnissen zum Teil mit „Hand und Fuß“.

Das ist gelebte Integration im Veedel.

 

Kleine Füße – sicherer Schulweg

Liebe Raderberg und -thaler,

diese Woche fängt ein neues Schuljahr an und wieder machen sich auch in unserem Veedel viele Grundschulkinder auf den Weg in die Annastraße. Andere gehen neue Wege in weiterführende Schulen. Kinder nehmen den Verkehr anders wahr. So können Sie Bewegungen und Geschwindigkeiten schlechter einschätzen und lassen sich leichter ablenken. Sie sehen heranfahrende Fahrzeuge später als Erwachsene und sind zwischen den vielen parkenden Autos für die Auto-, Rad- und Motorradfahrer schwer zu sehen. 

Deshalb unsere Bitte:

  • Achtet (nicht nur zum Schulanfang) intensiv auf Kinder.
  • Wenn Ihr selbst “Elterntaxi” seid, denkt nicht nur an die Kinder, die Ihr bringt oder holt, sondern auch an die, die neben Eurem Fahrzeug oder auf Eurem Weg die Straße überqueren müssen.
  • Haltet Euch an Geschwindigkeitsbegrenzungen und Halteverbotszonen – sie haben ihren Grund.
  • Für alle, die diese Aufrufe jedes Jahr nervig finden: Geht einfach mal in die Knie und versucht, mit dieser Blickhöhe eine zugeparkte Straße zu überqueren.

Eure Nachbarskinder werden es Euch danken!

Bitte helft!

+++ update +++

DANKE, Ihr seid großartig!

Mittlerweile sind so viele Kleiderspenden eingegangen, dass die Familie wieder eingekleidet ist.

Sogar eine Wohnung, in der sie vorübergehend unterkommen können, ist gefunden.

Sobald sie den Schlüssel haben, geht’s ans Einrichten. Bestimmt findet sich auch da bei dem ein oder anderen noch etwas Brauchbares! Wir sind in Kontakt und werden hier ab und an aktualisieren, was noch gebraucht wird.

Toll, wie viel Kraft Nachbarschaft hat!

+++

 

Liebe Raderberg und -thaler,

sicherlich habt Ihr mitbekommen, dass es in der Hitzeler Straße gebrannt hat. Das betroffene Haus ist unbewohnbar.

Für eine fünfköpfige Familie erreichte uns eine Bitte um Unterstützung: weiterlesen