Wir trauern um Wolfgang Müller

Wolfgang Müller * 1. Juli 1949 + 23. September 2020
Wolfgang Müller
* 1. Juli 1949 | + 23. September 2020

Heute hat uns die Nachricht erreicht, dass unser Vereinsmitglied Wolfgang Müller am 23. September 2020 verstorben ist.

Wolfgang war bereits seit September 2018 Mitglied in unserem Bürgerverein. Er hat aktiv in der Arbeitsgruppe „Integration“ mitgearbeitet und Menschen aus vielen Kulturen geholfen, die deutsche Sprache zu erlernen. Wolfgang war einer der Menschen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement dafür gesorgt haben, dass aus Menschen, die zu uns ziehen, Nachbarn werden.

Eine schwere Krankheit hat Wolfgang aus unserer Mitte gerissen. Wir behalten ihn als lebenslustigen Menschen in Erinnerung, mit dem wir gerne zusammen Zeit verbracht haben.

Annette, Sandra, Steffi, Jan und Uli  
Köln, 26. September 2020

Nur ein Klick am Tag!

     

Liebe Raderberg und -thaler,

spätestens seit Beginn der Coronazeit und der Nachfrage am Gabenzaun ist uns allen klar, dass der Bedarf an Lebensmittelspenden im Veedel groß ist. Tendenz steigend.

Schon lange geben die Schwestern im Kloster der Benediktinerinnen an der Brühler Straße Lebensmittel an Bedürftige aus.

Corona hat auch diese Ausgabe verändert. Die Lebensmittel müssen in Tüten abgepackt werden und können nur unter freiem Himmel ausgegeben werden. Spätestens im Winter wird das Warten auf dem ungeschützten Bürgersteig für die Gäste schwieriger. Zum Schutz vor Wind und Wetter sollen nun zwei Pavillons angeschafft und perspektivisch die zur Verfügung stehenden Räume so umgestaltet werden, dass die Ausgabe drinnen auch unter Corona-Bedingungen langfristig möglich ist.

Um dies möglich zu machen, haben sich die Schwestern beim PSD-Vereinspreis beworben. Bitte unterstützt dieses unglaublich wichtige Projekt!

Dazu müsst Ihr nur bis zum 05. Oktober (am besten täglich!) per Klick auf der Seite der PSD-Bank für die Schwestern abstimmen. Die sieben Vereine mit den meisten Stimmen erhalten einen Geldpreis, der ein guter Start für die notwendigen Anschaffungen und Arbeiten wäre.

Hier der Link zur Abstimmung.

Bitte gebt den Link auch in Eurem Bekanntenkreis weiter.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Ein Lied für´s Veedel!

Beim letzten Stammtisch haben uns Juliane Poloczek und Karin Sehmsdorf musikalisch unterhalten. Ein kleines Lied zur Coronazeit im Veedel – der Text von Juliane, die Melodie von Karin. Sooo schön!!!

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier zumindest der Text:

 

 

Wat weed dat schön                                        

Wat weed dat schön, wat weed dat schön,
wann mr uns widder all besööke.
Wat han ich Eu, wann ich mi Leevje widder dröcke.

          II: Wat weed ich juhze, wann ich dich bütze
          ohne ming Schnüss mit nr Mask dovür ze schütze. :II

Wat sin mr fruh, wat sin mr fruh,
wann mr eng zesammesitze.
Ohn’ Angs beim Neese dr Nohbor aanzespritze.

          II: Wat weed ich juhze, wann ich dich bütze
          ohne ming Schnüss mit nr Mask dovür ze schütze. :II

Wat für e Jlöck, wat für e Jlöck,
wann e Fes’ mr widder fiere
öm nit doheim nor en de Äujelskess ze stiere.

          II: Wat weed ich juhze, wann ich dich bütze
          ohne ming Schnüss mit nr Mask dovür ze schütze. :II

Nä, wat en Freud’, nä, wat en Freud’,
met Fründe en dr Weetschaff esse,
Bei nem Jlas Wing die schwere Zick endlich verjesse.

          II: Wat weed ich juhze, wann ich dich bütze
          ohne ming Schnüss mit nr Mask dovür ze schütze. :II

Rassismus im Alltag – Vortrag in der Philippus-Kirche

Rassismus im Alltag – ein unterschätztes Problem?
Der Journalist Marvin Oppong berichtet über persönliche Erfahrungen.

Wenn Marvin Oppong über Rassismus spricht, berichtet er nicht nur über extreme Gruppierungen und laute Parolen. Der Journalist aus Bonn erlebt oft eine ganz andere Form des Rassismus: nämlich den Rassismus, der unbewusst oder unbeabsichtigt geschieht. Es sind Diskriminierungen im Alltag, die oft noch nicht einmal als solche wahrgenommen werden.

22.9.2020: Vortrag in der Philippus-Kirche

Darüber  spricht Marvin Oppong auch am 22. September 2020 um 19.30 in der Philippus-Kirche. Er erzählt von Diskriminierungen in seiner Kindheit, zeigt, wie sich Rassismus in der Sprache äußert und beschreibt Mechanismen alltäglicher Diskriminierung.

Marvin Oppong ist in Deutschland als Schwarzer geboren – und hat über seine persönlichen Erfahrungen mit Alltags-Rassismus ein Buch geschrieben. In „Ewig anders“ geht er dem Problem Alltagsrassismus auf den Grund, beschreibt, was er erlebt hat und fordert Konsequenzen.

 Der Vortrag von Marvin Oppong in der Philippus-Kirche ist kostenlos.

 Aktueller Hinweis:

Es gelten die verordneten Abstands- und Hygiene-Regeln. Das Eintragen in eine Anwesenheitsliste ist erforderlich. Und: Beim Betreten der Veranstaltung müssen die Hände desinfiziert und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Veranstaltungsort:

Philippus-Kirche in Köln-Raderthal, Albert-Schweitzer-Straße 3-5, 50968 Köln

Dürfen wir vorstellen?

Youssef Khalfa, von uns liebevoll “Jupp” genannt – unser “Wächter des Zauns”.

Jupp, tunesischer Herkunft, hat die letzten 20 Jahre mit seiner Frau und drei Kindern in Italien gelebt und gearbeitet, bevor er im Februar 2020 nach Raderberg kam. Er kam um seine schwerkranke Mutter zu besuchen, doch dann kam Corona dazwischen und es gab erstmal kein Zurück nach Italien. Deshalb verlor er dort seinen Job. Doch Jupp macht das Beste draus! Mittlerweile fühlt er sich in unserem Veedel angekommen und wünscht sich, hier bleiben und arbeiten zu dürfen. Eine Arbeitsstelle hätte er schon, nur die Genehmigung vom Amt fehlt noch (wir drücken die Daumen, dass er die ganz schnell bekommt). Seine Familie vermisst er sehr und möchte sie schnellstmöglich nachholen, um einen richtigen Neuanfang bei uns in Raderberg zu machen. 

Jupps Mutter, Schwester und Neffen wohnen im “Alten Rektorat” des Klosters der Benediktinerinnen auf der Brühler Straße. Auch deshalb verbringt er viel Zeit in unmittelbarer Nähe unseres Gabenzauns. Schon am Tag der Gabenzaun-Einweihung kam Jupp neugierig schauen, was dort vor sich geht, und konnte sich sofort für unser Projekt begeistern. Seitdem kümmert sich Jupp Tag für Tag freiwillig liebevoll um den Gabenzaun. Er hält ein Auge darauf, sortiert Lebensmittel ein und aus, fegt und hält den Gehweg vor dem Zaun sauber. Er hat eine Infotafel angebracht und sogar mit einer Lichterkette verziert, so dass sie auch nachts lesbar ist. All dies ist für uns eine große Unterstützung, da wir nicht ständig nach dem Rechten schauen können. Dabei ist es so wichtig, dass dort Ordnung herrscht, da ansonsten das Projekt “Gabenzaun” beendet werden müsste. 

Jupp hat sich auch in Italien schon viel ehrenamtlich engagiert, somit hat er keine Sekunde gezögert, sich auch bei uns einzubringen. Mittlerweile ist Jupp auch Teil  unserer Arbeitsgruppe “Veedelsbeet” und sorgt somit dafür, dass Blumen in Zukunft die Brühler Straße verschönern.

Wer Jupp am Zaun beobachtet, sieht sofort, dass es ihm Freude bereitet, Gutes zu tun und Menschen in dieser Zeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Er ist stolz, Teil der Solidar-Aktion “Gabenzaun” zu sein, eine Aufgabe zu haben und glücklich über das positive Feedback.

Jupp steht dem Verein Raderberg und -Thal e. V. ehrenamtlich mit Rat und Tat zur Seite und wir sind sehr froh, ihn  als Unterstützer an Bord zu haben. Willkommen in Raderberg und -Thal, lieber Jupp!