Die Stadtteilliebe über den Dreigestirnsempfang…

Was für ein schöner Artikel über unseren Dreigestirnsempfang. Nachzulesen auch auf der Webseite des Magazins Stadtteilliebe.

Weiter geht´s an Weiberfastnacht mit “Karneval MIT Pänz” ab 12:11 Uhr im Brauhaus am Kloster und am Veilchendienstag mit unserer Sündenverbrennung ab 19:11 Uhr ebenfalls im Brauhaus am Kloster. Wir sehen uns!

 

Dreigestirnsempfang auf der Brühler Straße

 

Die Tanzgarden der Burgwache der KG “ Ölligspiefe“ eröffnete die Veranstaltung. Ordentlich in Reih und Glied reihten sich die Tänzerinnen an einander. Es waren so viele, dass der Saal vom Brauhaus am Kloster auseinanderzuplatzen drohte. Sie tanzen wie die Göttinnen, hoch das Bein, Rechtsdrehung, Linksdrehung, ein strahlendes Lächeln und die Hände in den Himmel. Tanzen mit Freude an der Sache, dass merkte man hier in jeglicher Art. Schnell war das Eis gebrochen und jeder war im Karnevalsmodus angekommen. Die perfekte Vorbereitung für den Empfang der Dreigestirne. Selbst das Zweigestirn aus Prinz Thomas II. (Blum) und Bauer Peter (Wichart) (die Jungfrau war erkrankt) des letzten Jahres aus Stotzheim war gekommen, um die jecken Tollitäten zu feiern.

Einmal im Dreigestirn zu sein, das ist das Höchste, was ein Karnevalist werden kann. Ein Traum für viele Männer und das größte Glück, wenn man es erreicht.

Im Brauhaus am Kloster auf der Brühler Str. trauten viele Gäste ihren Augen nicht, dort sah man das Dreigestirn gleich doppelt.

Jungfrau Chrissi (Christian Buchmüller), Prinz Stephan I. (Albrech) und Bauer Lutz (Schmiedel) der Altgemeinde Rodenkirchen kamen mit kleinem Gefolge und großem Motto „Met Klein un Groß, met Jung un Alt fiere mer hück d’r Karneval. Drum losst uns danze, höppe, springe, zesamme unsre Leedscher singe. Un sin mer och nit all vum kölsche Blod, de Haupsaach es et Hätz es jot!“

Ihnen folgend trat ein weiteres Dreigestirn in den kleinen Saal. Mit einem eigenen Fanfarencorps und ebenfalls mit Gefolge zogen Jungfrau Berta (Norbert Kur), Prinz Uli I. (Kievernagel) und Bauer Bauer Martin (Kievernagel) aus Kierdorf in den Saal ein und man merkte schnell, hier ist ihre Heimat.

Die Ansprache des Prinzen war auf sein Veedel gemünzt und jeder merkte, hier fühlt er sich zuhause und alle Menschen der Welt heißt er willkommen. Die Interessengemeinschaft Raderberg und -thal, ein Veedel für alle, ist genau sein Ding und mit Stolz holte er den jungen Vorstand zu sich. Mit den attraktiven Damen rockt er das Veedel und bot das jüngste Team, wenn es um Aktivitäten und Organisation im Veedel geht. Wie er betont, haben sie keine Nachwuchssorgen, eher ist das Problem, dass sie alle vom Vorstand noch mitten im Leben stehen und berufstätig sind. Darum wäre ihr Orgastammtisch auch genau hier und würde in regelmäßigen Abständen am Abend gehalten. Bei den Nonnen ein Weihnachtsmarkt und ein Straßenfest mitten auf der Brühler Straße, dazu den Tanztee, nachbarschaftliches Engagement und Lebensfreude, dass macht die Interessengemeinschaft Raderberg und -thal aus. Zwei Veedel zusammenführen und Synergien nutzen funktioniert großartig und war unter den Gästen zu spüren. Der herzliche Wirt Antonio Dos Santos schien natürlich jeden Gast persönlich zu kennen und wenn nicht, ging er auf ihn zu, stellte sich vor und herzte auch den Neuen mit einer kölschen Umarmung. Ein toller Typ, der fröhlich tanzend zwischen Kölsch und Cola so manche Showeinlage lieferte. Der Empfang des Dreigestirns und feiern im Veddel, wunderbar hier im Brauhaus am Kloster umgesetzt. Darum war es auch nicht verwunderlich, dass der Prinz unglaublich stolz war, genau hierher zu kommen und zeigte das auch sehr deutlich. Hier lebt er und hier agiert er und freut er sich, der Prinz von Kierdorf zu sein. Wohnt der Buur auch bei Hamburg, die Jungfrau in der Nähe von Frankfurt am Main und er als Prinz in Köln sind alle drei eigentlich waschechte Kierdörper Junge und gehören der KG Brav-Jonge an. Seit Anfang Januar ziehen sie durch die verschiedenen Orte und Säle und verbreiten Frohsinn und Herzlichkeit.

„Als Junge hat man zwei Träume: Einmal Prinz zo sin und im eigenen Veedel feiern. Beides ist heute für mich in Erfüllung gegangen,“ so seine Tollität der Prinz. „Gefreut habe ich mich auf eine aufregende Karnevalssession, was ich jetzt erlebe, ist jeden Tag ein Fest.“
In seinem Gefolge sind aber auch Personen, die das Feiern verstehen. Prinzenführer Henning Eichhorn begleitet seinen Prinz auf Schritt und Tritt und genießt es, ihn in den Menschen zu sehen. Stilvoll in schwarzem Vogelfrack (Schwalbenschwanz) und roter Schärpe ist er als Prinzenführer Ansprechpartner, Helfer für den Prinzen und die Uhr im Hintergrund. Er hält alles im Blick, ohne an Spaß zu verlieren. Neben ihm gibt es noch eine ganze Reihe huh Hääre. So strahlt auch der Baufü über das ganze Gesicht. Wer bei Baufü nur an ein originelles Kostüm und einen Bauführer denkt, hat weit gefehlt. Der Baufü ist der Bauernführer und einer der besten Freunde des Bauern Martin. Der Baufü hat genau so viel Spaß wie er. Gelebte Freundschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Auch er hat einen Hut, der mit drei Pfauenfedern geschmückt ist oder besser mit drei kleinen Überresten oder Fundstücken der großen Federn seiner Tollität. Er schunkelt in seinem rot-weiß-geringeltem Outfit voller Freude und zieht jeden in seinen Bann. Jung, dynamisch dazu detailverliebt und stolz. Beim Kierdorfer Dreigestirn merkt man, hier ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit diesem Dreigestirn ist Tradition und Freunde angesagt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie ihre Stimmung überall mit hinbringen. Das junge Musikkorp ist fantastisch und ist natürlich eine sensationelle Begleitung. „Wir brauchen keinen Strom und kein Kabel. Wir spielen live und aus eigener Körperkraft Posaune, Trompete, Wirbeltrommel und natürlich die dicke Trumm“, so die junge Frau mit der Trompete. Keiner kann stillstehen, wenn die Musiker in unsrem Veedel spielen. Wenn dann auch noch das Dreigestirn seine Instrumente auspackt, ist es Karneval wie er früher war… – Ute Schmidt –

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